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Lean Content Marketing: Gibt es Leben abseits von Big Data?

Ein Gang über die diesjährige DMEXCO Konferenz in Köln (eine Leitmesse für digitales Marketing) verrät: Sollte eben noch „Big Data“ das Marketing revolutionieren, soll nun „Künstliche Intelligenz / AI“ dafür sorgen, aus den vielen Daten auch die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das wirft die Frage auf: Geht Online Marketing (überhaupt noch) im kleinen Maßstab? Haben kleine und mittelständische Unternehmen mit Lean Content Marketing, also schlankem Online Marketing, überhaupt noch eine Chance im Big Business?

Ich lege mich fest: Als Kanzlei, Praxis, Ein-Produkt-Marke oder Dienstleister mit überschaubarem Leistungsangebot werden Sie niemals Big Data erzeugen können. Große Markenkampagnen bringen Sie nicht ans Ziel. 9 Social Media Posts pro Woche werden Sie nicht so leicht schaffen. 4 neue Blogartikel eher auch nicht. Was bleibt also übrig zu tun?

Lean Content Marketing – Die Lösung für Small Size Businesses?

Fokus auf Brand Users und Nutzer im engeren Umfeld

Aus meiner Sicht ein doppelter Fokus: Einmal auf die Menschen, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Zufall oder auch erste bezahlte Werbung auf Sie aufmerksam geworden sind und bereits aktiv nach Ihrer Marke suchen. Und einmal auf die Menschen, die im engen Kontext ihrer Kernleistungen gezielt erreicht werden können mit einem Mix aus informativen und hilfreichen Inhalten sowie Werbung für diese Inhalte.

Die informativen Inhalte müssen nicht notgedrungen in einem Blog stattfinden, es können auch mehrere Landingpages sein, die zugleich helfen, informieren und ein Angebot zur Interaktion mit Ihrer Marke beinhalten, eine Aufforderung, mit Ihnen in Kontakt zu treten oder einen Hinweis, wie man Ihr Produkt kaufen kann.

Von Anfang an die Retargeting-Möglichkeiten mitdenken (und technisch absichern)

Damit kein Werbedollar oder -euro doppelt ausgegeben werden muss, sollte DSGVO-konform auch die Möglichkeit geschaffen werden, jeden Nutzer, der einmal auf dem eigenen Online-Portal gelandet ist, tendenziell erneut erreichen zu können. Ein gut aufgesetztes Analytics mit Cookie-basiertem Tracking ist dafür die Voraussetzung.

Damit ein Schuh daraus werden kann, sollte für die wichtigste Zielgruppe, die „Kern-Persona“, wenn man so will, der dringendste Problemlösungsbedarf und eine mögliche Wahrscheinliche „Customer Journey“ skizziert werden. Wenn Sie beides grob formuliert haben, haben Sie eine Ausgangshypothese für das Online Marketing.

Testen und Fehler tolerieren (auch wenn es schmerzt)

Diese lässt sich nun mit ersten, gezielt gestalteten Inhalten testen und immer weiter verfeinern. Es kann dabei sein, dass mehrere Versuche scheitern und der Weg zur richtigen Customer Journey steinig ist. Diese Fehlertoleranz kostet Zeit, Geld und Nerven. Aber meine bisherige Erfahrung sagt mir: Ohne dieses Investment an Zeit, Geld und Nerven geht es eigentlich nie.

Damit Sie nicht unnötig viel Geld verbraten, ist Lean Content Marketing ein aus meiner Sicht wichtiger Ansatz. Auch wenn „Lean“ nicht gleichzusetzen ist mit „leicht“.  Zusammenfassend kann ich als Strategie für Lean Marketing ableiten:

  1. Key-Persona und Customer Journey Hypothese formulieren, keine ausladende Online Marketing Strategie aufstellen
  2. Key-Content für die wichtigsten Berührungspunkte erstellen (Landingpages, ggf. Blog-Content)
  3. Ergänzenden Content für die Promotion der neu geschaffenen Inhalte in der Zielgruppe erstellen (Social Media Snackformate und Ad-Text-Bild-Kombinationen für die Verbreitung dieser Inhalte)
  4. Call-to-Actions und Engagement-Ideen nicht vergessen! Es muss möglichst gleich etwas passieren.
  5. Messen, Fehler aufspüren, mit leichten Änderungen erneut versuchen.
  6. Organisch und Paid zugleich anfangen (mit begrenztem Budget)
  7. Tools verwenden, die Eure Arbeit schneller und effizienter machen

Logisch, dass ich jetzt mit einem Call-to-Action enden muss: Teilt mit mir gerne Eure Ideen, Erfahrungen oder Fragen dazu. Oder liked oder teilt diesen Beitrag über Lean Content Marketing, wenn Ihr das mögt :-)!

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